Wir planen die Erholung vom Marathon Womo-Kauf

Sonntag, der 20. August 2017. Für viele von euch, die ihr diesen Beitrag lest, könnte der Sommerurlaub womöglich schon hinter euch liegen. Weil das bedeutet, dass du schon wieder frisch und fröhlich bei der Arbeit bist und diese tolle Zeit des Jahres genossen hast – lucky you! Andererseits, haben wir das nach vor uns. Und ich glaube das haben wir uns dieses Jahr hart verdient und erarbeitet. Vielleicht so sehr, wie noch nie.

Ich nehm‘ die Enttäuschung schon mal vorweg: das Thema Van wird heute nur eine untergeordnete Rolle spielen! Es soll vielmehr um eine persönliche Aussicht gehen. Auf den Urlaub, was und wie wir ihn planen. Aber eben auch ein schneller Rückblick auf das Thema Wohnmobil-Kauf und den aktuellen Status Quo. Du siehst – so ganz schaffe ich es eben doch nicht das Wort in diesem Beitrag zu vermeiden. 😉

 

Warum mir die Worte Van und Kastenwagen gerade zu den Ohren heraus hängen!

Ein lausiger Scherz, den sicher nicht nur du mit einem müden Lächeln quittieren wirst. Denn um ehrlich zu sein: so wirklich Bock habe ich gerade nicht auf das Thema ‚Van‘! Das ist auch mit einer der Gründe, weshalb es hier gerade so still ist.

Die letzten Wochen waren wie ein Ping-Pong-Spiel. Es ging munter hin und her. Einer schlechten Nachricht folgte eine gute, einer guten dann wieder eine schlechte. Und am Ende fühle ich mich ganz so, als hätte ich als Underdog ein Fußballspiel gegen Goliath nach 3:0-Führung aus der Hand gegeben. Irgendwie also war der Ausgang absehbar und vor dem Spiel hätte man sich noch wahnsinnig über ein solches Ergebnis gefreut. Wegen des Spielverlaufs fühlt es sich am Ende aber doch eher wie eine Niederlage an.

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?!

Doch was ist passiert? Das könnte ich jetzt lang erzählen. Und breit. Auf alle Details eingehen und nichts auslassen. Doch, wieder bin ich ehrlich, ich will es nicht. Jetzt nicht. Außerdem wächst es mir selbst schon an den Ohren raus. Deswegen nur so viel: nachdem es zuerst hieß der Van käme später als angekündigt, hieß es dann fast überraschend er käme zwar verspätet, aber noch vor Ende August. Und somit wenigstens noch gerade rechtzeitig zur Urlaubszeit.

Es folgt die innere Zerreißprobe

Wir begannen vorsichtig euphorisch die ersten Planungen. Doch, schon eine Woche später, folgte die nächste, überraschende Wendung: nein, es wird doch nix vor Ende August. Vielleicht September. Möglicherweise auch Oktober. Aber gut möglich, dass er zumindest noch dieses Jahr ausgeliefert werden könnte. Pah!

Wie gesagt, die Details lasse ich besser aus und trotzdem: Frust und Enttäuschung sitzen tief. Dass ein Kastenwagen nicht über Nacht gebaut würde, war mir schon bei Bestellung klar. Aber, dass es dann eben so lange dauern könnte – das war so nicht erträumt.

Die vorübergehende Bilanz dieser trostlosen Geschichte: wir geben nichts mehr auf solche Aussagen und bereiten erste Alternativen vor. Achja, mal so am Rande – oder sollte ich besser sagen: mitten aus dem Leben?! – eine weitere Erheiterung auf die ich in den letzten Wochen gestoßen bin. Irrwitziger Weise muss Kunde König ein nicht-lieferbahres Fahrzeug erst unter Beachtung aller juristischer Fallstricke und unter Wahrung der geltenden Fristen anmahnen, um in der Folge von dem – wohlgemerkt durch den Vertragspartner – nicht lieferbaren Wagen zurück treten zu können. April, April hätte ich jetzt gerne gerufen!

 

Wie plant man einen Urlaub ohne den eingeplanten Van?

Wo wir gerade schon beim Thema der Alternativen waren: wir waren lange Zeit frei in der Urlaubsplanung. Doch irgendwann geht ein jeder Sommer zu Ende. Auch wenn er noch so schön und lang sein möchte. Und irgendwann verliert auch noch der geduldigste Arbeitgeber Verständnis für den nicht genommenen Urlaub. Überdies haben auch die Arbeitnehmer irgendwann Erholung und Entspannung nötig. Gerade nach so einem Marathon.

Marathon. Das ist ein Wort, das mir in diesem Zusammenhang besonders gut gefällt. Es drückt nämlich so treffend aus, dass du Energie und Ausdauer und Ergebnisse häufig ihre Zeit brauchen. Es zählt nicht, wie viele Minuten du für die ersten Kilometer brauchst. Entscheidend ist, was am Ende nach dem 42. Kilometer auf der Uhr steht.

Und ganz ähnlich fühlt es sich auch gerade bei uns an. Entscheidend ist, dass wir irgendwann am Ende einen Van haben werden, mit dem wir unsere Vorstellungen von tollen Wochenenden und klasse Urlauben umsetzen können. Doch fehlt mir gerade nach den letzten Wochen einfach auch die Kraft schier endlos weiter zu machen und für den Kasten zu kämpfen. Zumal, was uns sicher keiner mehr zurück gibt: die liebe Zeit, die wir mit dem Warten zugebracht haben.

Die Zeit ist es auch, die uns daran erinnert, dass nun Urlaub Not tut. Da wir vom eigenen Kasten weit entfernt sind, aber schon voll in Urlaubsplanung waren, als man die Lieferaussage revidierte, gibt es keine andere Option als mit einem Leihfahrzeug vorlieb zu nehmen. Es gab zwar auch hier Gründe, die hätten dagegen sprechen können. Zum Beispiel weil der Wagen vermutlich in einer anderen Preisklasse spielen wird als unser bestellter Van. Aber – geschenkt!

Schon in wenigen Wochen werden wir also mit dem Leihfahrzeug aufbrechen. Umstände und Vorzeichen könnten schlechter nicht sein. Zumal ich nur weiß, dass der Kastenwagen 6 Meter lang ist. Alles andere ist noch ein großes Geheimnis. Doch: ich suche jetzt genau darin mal den Reiz. Den Reiz des Unbekannten und Neuen, Aufregenden und Geheimnisvollen. Was soll ich mir jetzt weiter den Kopf zermartern?! Es bringt ja doch nichts!

Und so beginnen wir die Planungen zu unserer ersten Reise im 6 Meter-Flaggschiff Kastenwagen. Also, naja. Es ist sicher keine Landyacht, aber im Vergleich zum alten VW T3 wird es sicher ein gewaltiger Unterschied! Gut auch, dass wir den Urlaub und das Reisen gerade so bitter nötig haben: so gewähren wir allen Unkenrufen und Zweifeln keinen Platz in unserem Kopfkino. ‚Wir müssen draußen bleiben‘, steht in dicken, fetten Lettern an der Innenseite meiner Stirn geschrieben.

 

Wo es hingehen wird und was wir zu sehen beabsichtigen, das werde ich dir in den kommenden Tagen mal in einem gesonderten Beitrag verraten. Vorweg aber vielleicht schon mal so viel: es gibt Orte, die eine größere Population aufweisen, die trockener und wettertechnisch freundlicher sein mögen. Orte, deren Straßen breiter und Länder, die einfacher zu erreichen sind, als unser Urlaubsland. Ach, und noch so viel: den Euro (€) sucht man dort ebenfalls vergeblich! Na, schon eine Idee?! Kannst du ja mal unten in die Kommentare packen! Mal sehen ob du Recht behalten wirst. 😉

Mario

Mario lebt den klassischen und oft verachteten ‚9 to 5 job‘. Davon überzeugt, dass das Leben aber viel mehr Freiräume bieten kann, als in der Kantine zwischen Gulasch und Rouladen zu wählen, hat er sich 2015 einen Camper zugelegt. Allzeit abfahrbereit wartet dieser nur darauf nach stressigen Wochen neue Abenteuer zu erleben.

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