#VANtalk #7 – Thorsten alias Dr. Camp

Nach langer Zeit der #VANtalk-losen Zeit gibt es heute neues aus der Rubrik: das Interview mit Thorsten, der sich im Netz gerne als Dr. Camp zu erkennen gibt. Und da Thorsten neben seinem Blog auch als Youtuber aktiv ist, präsentiert er sein Interview stilecht per Video. Zwar entstand das Video losgelöst von der Interview-Serie, passt aber inhaltlich wie die berühmte Faust auf’s Auge. Von daher soll es hier nicht fehlen!

 

Hinweis: in grüner Fettschrift stelle ich die Fragen. In Normalschrift folgen dann die Antworten von Thorsten.

 

Über Thorsten und wie es zu Dr. Camp kam

Thorsten ist Familien- und BusinessCamper…

Wie eben schon erwähnt, ist Thorsten vielmehr als ‘nur’ ein Blogger-Kollege. Schließlich betreibt er neben dem Blog drcamp.de auch einen Youtube-Kanal. Regelmäßig berichtet er dort über so manches aus der Wohnmobil-Branche. Anlass dazu erfährt er auch immer wieder auf seinen dienstlichen Reisen, die er im Auftrag und als Mitarbeiter von Westfalia unternimmt.

Thorsten ist waschechter Westfale, redegewandt und beschreibt sich selbst als BusinessCamper. Dass er sich überhaupt Camper nennt, dazu kam es erst vor gut 12 Jahren. So ist es nicht nur seine imposante Erscheinung, die ihn von der Masse der Camping-Enthusiasten abhebt. Nein, auch dass er verhältnismäßig spät zum Camping gefunden hat ist eher selten. Häufig trifft man ja in der Szene Leute an, die schon seit Kindesbeinen auf zelteten.

Und trotzdem, sagt er von sich selbst, habe es ihn voll erwischt. Zunächst stand dabei das Camping mit der Familie im Vordergrund. Später dann bemerkte er die Vorteile, die das Camping für den Geschäftsmann Thorsten mit sich bringt. So wurde er dann zum BusinessCamper. Auch weil er das eigene Bett lieber dem unbekannten Hotelbett vorzieht. Oder nicht gerne viel Geld für schlechtes Essen bezahlt. Seit 2016 dann übt er seinen Job als Sales Manager bei der Westfalia Mobil aus. Und ist nun vollständig im BusinessCamping angekommen!

Auf Blog und Youtube berichtet er gerne von seinen Stell- oder Campingplatz Besuchen, neuen Gadgets und Tools aus der Campingbranche sowie Messe- und Urlaubsberichte. Eben ein Mix aus seinen beiden Metiers – FamilienCamping und BusinessCamping. Manchmal stellt er aber auch ganz einfach seinen Camper vor – so wie heute!

…aber eben auch Dr. Camp!

Zum Einstieg in das Interview, bin ich dann direkt mal mit der Tür ins Haus gefallen! Und habe Thorsten gefragt, wie es eigentlich zum selbsternannten Dr. Camp und dem gleichnamigen Blogtitel kam. Ist doch dieser Spitzname nicht gerade das größtmögliche Understatement. Doch wer Thorsten kennt weiß, dass er sich auf den nicht ganz akademisch verliehenen Titel nichts einbildet: ‘Ich habe irgendwann angefangen, Reiseblogs im Internet zu lesen. Vor etwa 3 Jahren gab es kaum deutschsprachige Blogs zum Thema Camping und schon gar nicht zum Familien- und BusinessCamping. Da ich immer schon ein großes Mitteilungsbedürfnis hatte, habe ich mich entschlossen, die Lücke mit Dr. Camp zu füllen.’

 

Wie Thorsten auch in vergleichsweise späten Jahren noch zum Camping fand

Hallo Thorsten, schön dass du die Zeit gefunden hast. Du sagst ja von dir selbst, dass du erst recht spät zum Camping gefunden hättest. Vor 12 Jahren etwa. Wie kam es denn dazu, dass Camping auf einmal interessant für dich wurde?

Eigentlich wurde nicht Camping an sich interessant für mich, sondern ich bin auf das Thema Wohnmobil gestoßen. Plötzlich realisierte ich: man kann herumreisen und hat alles an Bord? Küche? Bett? Klo? Wie cool ist das denn?! Von da an hatte mich der Virus gepackt und breitete sich bald auch allgemeiner auf das Thema Camping aus, besonders als unser Sohn geboren wurde.

Wenn mich etwas sehr interessiert, versuche ich immer, alle Infos zu dem Thema zu bekommen. Meine Frau hat mich damit immer aufgezogen: ‘Na, schreibst Du wieder eine Doktorarbeit?!’ Als dann ein Name für’s Blog gesucht wurde, konnte es keinen anderen geben als ‘Dr. Camp’.

 

So kam es also zum Doktor-Titel, klasse! Privat reist ihr ja mit Gespann. Also Auto und Wohnwagen. Noch? Also gibt es denn Überlegungen dies in Zukunft zu verändern?

Tatsächlich haben wir die letzten kürzeren Reisen schon mit meinem Westfalia-Dienstcamper gemacht. Bei längeren Touren werden wir entweder ein Iglu-Zelt oder unseren Holtkamper Klappzeltanhänger mitnehmen; sozusagen als Kinderzimmer.

Der Wohnwagen ist somit eigentlich zu viel des Guten und soll ein neues Zuhause finden.

 

Jetzt hast du letztes Jahr das getan, wovon viele Menschen träumen: du hast dein Hobby zum Beruf gemacht. Oder vielmehr deinen Beruf in das Themenfeld deines Hobbys verlagert. Wurdest du erst in diesem Zuge auf das Kastenwagen-Segment aufmerksam? Hättest du auch ohne deine berufliche Veränderung heute einen Kastenwagen?

Ich hatte tatsächlich schon vor der beruflichen Veränderung in die Branche hinein einen Campingbus, nämlich einen VW T5 California Beach. Diesen habe ich für’s BusinessCamping und als Familienkutsche genutzt. Das Thema Kastenwagen und Campingbus steht schon lange im Fokus, da diese Fahrzeuge für mich eine ideale Mischung aus Alltagstauglichkeit und Wohnkomfort bieten. Vermutlich hätte ich daher heute in jeden Fall einen Campervan. Einen Westfalia? Wer weiß!

 

Wie oder besser wo stehst du für gewöhnlich als BusinessCamper? Auf Stellplätzen, auf Campingplätzen oder sogar ‘wild’? Hattest du daher spezielle Ansprüche an die Autarkie deines Vans zu stellen?

Grundsätzlich nutze ich auch als BusinessCamper alle Übernachtungsmöglichkeiten, sprich Campingplatz, Stellplatz und freies Stehen. Da ich beruflich auch viel in Großbritannien und Skandinavien unterwegs bin, variiert das auch von Land zu Land.

Auf jeden Fall versuche ich immer, möglichst naturnah und günstig zu schlafen. Aber es gibt auch das ‘Urban Camping’, also das frei stehen mitten in der Stadt. Dabei hilft es, wenn der Van nicht zu auffällig ist und gute Autarkie zu jeder Jahreszeit bietet. Für mich waren daher Ausstattungen wie Solar Panel und Winterpaket ganz entscheidend.

 

Der Dr. Camp-Van – ein Westfalia Columbus 601D 2017 auf 5,99 Meter Länge

Thorsten präsentiert seinen Van ausführlichst im Video. Deswegen will ich hier nur kurz die Eckdaten festhalten. Der Van ist ein Westfalia Columbus 601D auf 5,99 Meter Länge. Das Modell bedingt einen vollwertigen Kompressorkühlschrank. Allerdings hat sich Thorsten dabei für die Standardvariante entschieden – und somit eine große Sichtachse. Die Raumaufteilung ist ansonsten ganz klassisch: Halbdinette, Festbad, Querbett.

Das Fahrzeug verfügt über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht mit Maxi-Fahrwerk und 150 PS. ‘Sehr in Ordnung’, wie er findet. Geheizt wird mit Diesel, dank der verbauten Dieselheizung. Allerdings wird hier nicht ausschließlich warme Luft erzeugt, sondern warmes Wasser. Dank des von Thorsten ebenfalls georderten Winterpakets, kommt sein Columbus auch mit Fußbodenheizung daher. Samt beheizter Duschtasse. Welch Luxus!

Thorsten kühlt also mit Strom und heizt mit Diesel. Das heißt er braucht Gas nur zum Kochen auf dem 2-Flammen-Kocher. So kann er eine 5 kg Gasflasche nutzen. Und hat zusätzlichen Stauraum im Heck des Fahrzeugs gewonnen.

So, das soll es an Text zunächst gewesen sein. Das bewegte Bild kann sowieso mehr vermitteln. Also dann, Maz ab!

 

 

Thorsten verrät uns seine liebste Campingreise!

Zum Abschluss des Interviews, lieber Thorsten, will ich gerne noch zwei offene Fragen los werden. Die du in deinem Video nicht beantwortest. So gehört einfach auch die Frage gestellt, was bisher deine Lieblingstour im Kastenwagen war?

Als Dienstreise: 15 Tage Tour nach Schweden und Norwegen, um 2 Messen für Westfalia durchzuführen. Arbeiten und sich gleichzeitig wie im Urlaub fühlen. Perfekt!

Privat: Wales! Traumhafte Strände, tolle Dörfer und Städte, fantastische Natur. Ideales Ziel für Familien.

 

Was Thorsten sonst noch zu sagen hat. Und wie man den richtigen Kasten findet.

Für mich bedeutet Kastenwagen vor allem Freiheit. Freiheit von Hotels, Vorbuchungen und Freiheit, überall zuhause zu sein. Ganz wichtig vor dem Kauf: man sollte sich genau überlegen, für was man den Kasten braucht. Nur Urlaub? Auch geschäftlich? Zum darin Leben? Was muss mit, welche Hobbies hat man? Ist man nur im Sommer unterwegs oder das ganze Jahr über?

Diese Fragen helfen definitiv bei der Auswahl. Vieles andere ist dann eher eine Geschmacksfrage.

Gern können mich die Leser anschreiben, wenn es noch Fragen gibt.

 

#VANweh sagt Danke! an Thorsten alias Dr. Camp!

Das war nun also der inzwischen siebte #VANtalk. Ein ausführlicher und sehr anschaulicher Einblick in den (Dienst-)Van von Thorsten.

Optisch und auch von den Ausstattungsdetails erinnert sein Columbus stark an diesen von Claudia und Volker von UMIWO. Allerdings mit dem Unterschied, dass Thorsten anstatt der Kühlbox auf den Kühlschrank gesetzt hat. Von dem Modelljahr mal ganz abgesehen.

Thorsten ist nunmehr der dritte von bisher sieben Teilnehmern, die einen Kasten auf 6 Meter Länge fahren. Gleich viele Teilnehmer fahren die Variante mit 6,36 Meter Länge. Nur einer mit 5,50 Meter. Dabei ist die größte Variante gerade bei Familien beliebt. Die mittlere Version gern gesehen bei Pärchen. Und eben beim Dienst-Van von Thorsten. Danke für den tollen Einblick!

 

Nachtrag vom 16. Juni 2017: in der Zwischenzeit hat Thorsten seinen Camper nun auch noch mal auf seinem Blog Dr. Camp vorgestellt.

Mario

Mario lebt den klassischen und oft verachteten ‘9 to 5 job’. Davon überzeugt, dass das Leben aber viel mehr Freiräume bieten kann, als in der Kantine zwischen Gulasch und Rouladen zu wählen, hat er sich 2015 einen Camper zugelegt. Allzeit abfahrbereit wartet dieser nur darauf nach stressigen Wochen neue Abenteuer zu erleben.

2 Gedanken zu „#VANtalk #7 – Thorsten alias Dr. Camp

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