#VANweh sucht DAS Reisemobil #2 – Maße

Willkommen zurück, bei der Suche nach DEM Reisemobil für uns. Wie bereits im ersten Teil dieser Serie angedeutet, soll es dabei hier und heute um die Größe des möglichen, künftigen Gefährts gehen. Ich will aber auch schon mal den Blick in Richtung eines Ausstattungsdetails lenken.

Ohne lang zu schnacken, will ich auch gleich beginnen. Diesen Sommer haben wir auf einigen Kurz- und wenigen Langstrecken in unserem alten T3 verbracht. Wegen des kurzen Radstandes bringt er es auf schnuckelige 4,57 Meter Fahrzeuglänge. Und dank des (unförmigen) Aufstelldaches hat er eine Höhe von 2,20 Meter. Immer noch sehr kompakte Abmaße also!

 

Was haben wir am meisten vermisst?

Es soll hier nicht der Eindruck einer ‚Mängelliste‘ entstehen. Und doch ist es genau das: ein kleines Listchen mit Punkten, die uns am Grünen Heinrich stören. Einen Teil davon hatte ich bereits in Part 1 erzählt und kann dort nachgelesen werden. Die sicherlich wichtigsten Punkte im Hinblick auf unsere Reisen ist die mangelnde Isolation, fehlende Standheizung aber auch – und das ist das wichtigste Argument – die ständige Tetris-Spielerei!

Was ich damit meine? Wir haben das Aufstelldach vor allem der Stehhöhe wegen liebgewonnen. Am Reiseort angekommen, haben wir das Dach immer geöffnet. Und konnten dann endlich aufrecht stehen. Den Platz im Dach, den haben wir mit dies & das gefüllt. Hier mal eine Tasche rauf, dort mal ein paar Flaschen Wasser. Eher ein heilloses Chaos. Der Grund: wir haben im Frühjahr die vorher völlig ausgelutschte Schlaf- und Sitzbank neu polstern lassen. Und sie bot uns danach den besten Schlafplatz bei tollem Liegekomfort.

Also hatten wir im Sommer sehr oft ziemlich viel Hin- und Herräumerei. War man dann wach und endlich auch beide (!) aufgestanden, dann wurde aus dem nächtlichen Bett wieder die Frühstückssitzecke. ‚Hockt euch doch raus, vor den Bulli‘ wirst du jetzt vermutlich sagen. Darauf entgegne ich nur: deutscher Sommer! 😉

Dieser war also einer der Gründe, der uns nun darüber nachdenken ließ, wie wir künftig damit umgehen. Wie wir künftig unsere Reisen verbringen wollen. Ein anderer, zusätzlicher Faktor stellt zudem die Notwendigkeit einer nahenden Ersatzbeschaffung dar: einer unserer Pkw muss ausgetauscht werden. Und was wäre dabei naheliegender als darüber nachzudenken aus 3 endlich mal 2 zu machen?!

 

Welche Anforderungen stellen sich an einen neuen Reisegefährten?

Wir fingen also an herumzuspinnen. Nein, wir haben noch alle Tassen im Schrank. Behaupten wir zumindest von uns. Den T4 und T5 Markt glaube ich nach den letztjährigen Recherchen recht gut einschätzen zu können. Ich glaube daher zu wissen, welchen Betrag man hier in etwa in die Hand nehmen muss, um das zu bekommen, was mir zusagen würde.

Aber dann hätte man eben den Grünen Heinrich in modern. Na klar. Cool! Sehr cool sogar. Wenn ich dann aber sehe, was man mit dem gleichen Geld so alles anstellen kann… Zum Beispiel könnte man sich mit gleichem Betrag in eine andere Liga der Wohnmobile begeben. Nein nein, keine Angst: wir werden in der Van-Klasse bleiben! Kein Alkoven und kein Vollintegrierter. Beides haben wir direkt für uns ausgeschlossen.

 

Ein Duschbad darf’s schon sein

Aber man könnte durchaus einen größeren Van samt Duschbad erstehen. Eine Idee mit Reiz und Charme! Bevor wir die Idee weiter spinnen, wollen wir uns aber erst einmal versuchen klar zu machen, wann, wie oft und unter welchen Umständen man solch ein Duschbad im Reisemobil gebrauchen könnte.

Diesen Sommer haben wir im Bulli unseren Jahresurlaub verbracht. Und uns dabei viel auf Campingplätzen bewegt. Kein Wunder: zum Duschen braucht’s nunmal eine sanitäre Anlage. Der Bulli bringt von Hause aus nichts mit. Wir standen aber auch eine Woche ohne Strom und nur mit rudimentären Duschcontainern an der Ostsee. Hier hätten wir schon sehr ein eigenes Bad genossen. Der Hygiene wegen!

Ziemlich sicher würden wir auch künftig das ein über das andere Mal auf einem Campingplatz gastieren. Auch mit privater Nasszelle on board. Aber als wir über unsere künftigen Reisen philosophieren wird uns schnell klar: wir möchten künftig mal das ‚Landvergnügen‘ ausprobieren. Ideal für ein kurzes Wochenende draußen im Grünen und fern von Stress und Hektik. Außerdem hat es mir damals auf den Vesterålen so gut gefallen, dass ich unbedingt noch mal hin möchte. Zumindest allgemein das Reiseziel Norwegen. Meine bessere Hälfte zieht es zudem noch einmal in Richtung Stockholm und nach Schweden allgemein. Vielleicht nach Südschweden mit all den schönen Seen.

Was uns gerade an den skandinavischen Ländern so reizt: die vielen Campsites direkt entlang der Landstraßen. An entlegenen Fjorden und im Nichts verschwindenden Landzungen. Dass dort eben keine Duschgelegenheiten vor Ort wären, das dürfte wohl jedem klar sein.

Sowohl auf dem Caravan Salon in Düsseldorf, als auch auf der Touristik & Caravaning in Leipzig habe ich mir ein Bild von solchen Duschbädern machen können. Und komme – nach dem Trockentest – zu dem Ergebnis, dass das Duschen in solchen Bädern funktionieren kann. Dass es aber sicher nichts ist, was man täglich, schlimmsten Falls sogar mehrmals täglich, machen möchte. Für unsere Reisen wäre ein Duschbad im Mobil aber ziemlich sicher ein Zugewinn. Bzw. würde diese Option uns unsere Reisen ermöglichen, von denen wir träumen.

 

Durch das Bad wächst das Mobil in die Länge

Jetzt wo wir uns mit dem Gedanken, eine private Nasszelle immer auf Reisen mit herum zu fahren, so langsam angefreundet haben, müssen wir auch ganz nüchtern feststellen: soll ein (Dusch-)Bad dabei sein, dann wird das Reisemobil länger. Und es entwächst damit auch fast zwangsläufig der Van-Klasse à la VW Bulli.

Wir bewegen uns dann automatisch in der Klasse der Fiat Ducatos oder Citroën Jumper. Und weiteren, ähnlichen Modelle. Also den sog. Kastenwagen. Eine Gattung der Wohnmobile. Bei allem darunter wäre die Duschmöglichkeit entweder außenliegend verbaut – oder ein (für uns) schlechter Kompromiss!

Hier reden wir von einer Fahrzeuglänge von mindestens 5,49 Meter! Es gibt zwar auch seltene Varianten auf 4,99 Meter bzw. 5,00 Meter. Aber die haben uns vorneweg allesamt nicht zugesagt. Nicht nur, dass das gesamte Fahrzeug dann gedrungen wirkt. Auch hat man hier dann wieder einen Baukasten. Und auf den wollen wir ja gerade künftig verzichten!

 

Wollen wir das? Brauchen wir diese Größe von Fahrzeug?

Damit man jederzeit in einem solchen Reisemobil stehen kann, braucht es aber eben auch noch die Stehhöhe. Die Fahrzeuge werden von Werk aus mit einer gewissen Grundhöhe gebaut. Für den Reise- und Campingausbau wird in der Regel (mindestens) auf die ‚Höhe H2‘ zurückgegriffen. Die Fahrzeuge erreichen dann eine Höhe von etwa runden 2,60 Meter.

Somit wäre ein solches Gefährt nicht nur um mindestens 90 cm länger als der Grüne Heinrich. Noch dazu wäre es um weitere 40 cm höher. Hat aber den Vorteil, dass man immer drin stehen kann. Man braucht nicht erst das Aufstelldach aufklappen.

Doch Moment: das eigentliche Problem daran ist nicht das Aufklappen als solches. Im Gegenteil. Ich war bis zuletzt Fan von dem, auch nach 25 Jahren, leichtgängigen Mechanismus. In weniger als 2 Minuten hat man – trotz sorgfältiger Arbeit! – das Dach aufgestellt oder eingeklappt! Nein, das Malheur hat man in der kalten Jahreszeit. Das Aufstelldach ist ringsum von einem Zeltbalk umgeben. So bekommt man bei schlechter Witterung nicht nur Kälte rein, sondern auch Feuchtigkeit. Durch die recht schlechte Isolation hatte man im Herbst aber trotz geschlossenem Dach die kühle Nässe drinnen. So geht es nicht weiter!

Ich fasse also zusammen und bringe auf den Punkt: wir unterhalten uns gerade über die Anschaffung eines Kastenwagen. Ein solches Fahrzeug ist etwa 2,60 m hoch und mindestens 5,49 m lang.

Beide Größen sind variabel. Sowohl die Höhe, da es auch noch Hoch- bzw. Superhochdächer gibt. Oder sogar Kastenwagen mit zusätzlichem Aufstelldach. Und die Länge reicht in der Regel von 5,49 m über 5,99 m bis hin zu etwa 6,36 m. Für uns steht aber fest, dass wir die Superlative in beiden Richtungen nicht bräuchten. Die Höhe wäre also mit den üblichen 2,60 m gesetzt. Bei der Länge rätseln wir noch zwischen 5,49 m und 5,99 m.

 

Was machen 50 cm schon für einen Unterschied?

Naja, 50 cm können manchmal verdammt viel sein! Gerade aber dann, wenn sie darüber entscheiden, ob man beim Sitzen in der Halbdinette nur leicht füßelt oder eben mit den Knien rempelt. Letzteres wäre sogar bei uns – trotz kurzgewachsener Körpergröße – in der 5,49 m Variante der Fall! Auch haben wir auf den Messen bis jetzt (zumindest wissentlich) kein Fahrzeug in dem Segment gefunden, wo man dann wenigstens mit zwei Tellern gegenüber am Tisch sitzen könnte. Die Tische waren immer so schmal, dass man dann zwingend ‚über Kreuz‘ sitzen müsste. Wenn das schon mit Tellern so ist, wie sollen dann erst Blogger an einem solchen Tisch Spaß finden?! 😉

Natürlich verliert man auch im Querbett im Fahrzeugheck erneut Platz. Insgesamt ist bei den 5,49 m alles eine Spur enger, als bei den 5,99 m. Meistens ist jedoch der Platzverlust im Bett bloß im Fußbereich spürbar. Der Kopfbereich ist meist gewöhnlich breit gehalten. Mit der geringeren Breite an den Füßen könnten wir wohl noch leben. Die Beengtheit im Bad hingegen ist von Modell zu Modell (zumindest subjektiv empfunden) unterschiedlich. Hier müssten wir eher hin schauen, als auf das Bett.

Zum Bett sei aber auch gesagt, dass wir jetzt vom Bulli kommen. Wenn mich nicht alles täuscht, haben wir dort eine Liegefläche von 1,12 m! Und somit wären beide Varianten für uns zugewonnener Raum! 🙂

 

Warum könnte das 5,49 m Modell doch interessant sein?

Ich hab’s erwähnt: wir wollen den Fuhrpark reduzieren. Das neue Gefährt wird mein ständiger, fahrbarer Untersatz. Wobei ständig in diesem Zusammenhang übertrieben wäre: ich fahre mit dem Rad zu Arbeit und brauche nur zu gewissen Zeiten ein Fahrzeug zu Hause. Weil es Verpflichtungen gibt, die ich nur mit einem motorisierten Untersatz erfüllen kann.

Daher wäre in puncto Stadtverkehr die 5,49 m Variante sicherlich interessanter. Denn das kürzere Chassis bietet den Vorteil der größeren Wendigkeit. Der Radstand ist rund 60 cm kürzer. Bei 90 cm kürzerer Fahrzeuglänge. In der Astronomie würde man wohl von zwei Galaxien sprechen.

Das ist DER Grund überhaupt, weshalb wir noch bei den 5,99 m hadern. Fast sechs Meter. Ich meine, das ist schon eine Wucht! Mir ist das Fahren solcher Fahrzeuge nicht unbekannt. Ganz und gar nicht. Aber es will eben gut überlegt sein.

Und deswegen kommen wir auch heute noch nicht zu einer Entscheidung. Wir haben uns nur schon mal soweit festgelegt, dass wir wirklich nach einem Kastenwagen suchen werden. Jetzt ist es also raus. #VANweh goes KaWa. So oder so ähnlich könnte man vielleicht sagen.

Worauf wir noch zu achten haben, auf was wir sonst noch Wert legen und natürlich wie wir uns entscheiden werden – das alles erfährst du in den nächsten Beiträgen!

 

 

Und jetzt bist wieder du gefragt: welches Fahrzeug fährst du? Wie groß, hoch und lang ist es? Ganz besonders würden mich natürlich auch Erfahrungsberichte von Mobilisten interessieren, die ihr Fahrzeug auch im Alltag nutzen: welche Länge darf es sein?

Mario

Mario lebt den klassischen und oft verachteten '9 to 5 job'. Davon überzeugt, dass das Leben aber viel mehr Freiräume bieten kann, als in der Kantine zwischen Gulasch und Rouladen zu wählen, hat er sich 2015 einen Camper zugelegt. Allzeit abfahrbereit wartet dieser nur darauf nach stressigen Wochen neue Abenteuer zu erleben.

2 Gedanken zu „#VANweh sucht DAS Reisemobil #2 – Maße

  • 31. Dezember 2016 um 15:48
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    Es gibt tatsächlich auch in den KAWA zwischenzeitlich Nasszellen, die wirklich praktikabel sind. Bspw. bei Malibu oder Hobby. Das WC wird zur Seite geklappt und man hat genügend Platz, auch bei täglicher Nutzung und das ohne Duschvorhang. Es scheitert eher an der Menge des Wasservorrats. 😉 Ansonsten hast du recht, wir nutzen eher das WC als die Dusche. Statt letzteres eher die sanitären Anlagen von Campingplätzen oder ähnliches. Bei zwei Personen sind 5,5m durchaus eine praktikable Größe. Allerdings lassen sich auch sechs Meter recht problemlos bewegen. Macht nahezu jeder Handwerker im Alltag und in der Großstadt. 😉 Viel Erfolg bei der Suche

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  • Pingback: #VANweh sucht DAS Reisemobil #3 - komm, gib Gas! - #VANweh

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