Quick-Guide: wie du feedly auf deine Bedürfnisse anpasst

Vergangenen Freitag hatte ich dir bereits den Nutzen eines Feed-Readers vorgestellt. So habe ich dir gezeigt, dass dir ein solcher Reader deutlich mehr Komfort beim Lesen deiner Lieblingsblogs verspricht. Aber auch, dass du so nie wieder interessante Artikel aus dem Auge verlieren wirst. Wie dir das gelingt, das will ich dir heute zeigen!

Hinweis: auch heute gilt wieder das, was ich bereits im Freitagspost sagte! Ich greife hier feedly heraus, da ich damit am Besten zurecht komme und es meinen Vorstellungen voll entspricht. Genauso gut könntest du aber auch BLOGLOVIN‘ oder ähnliche Tools nutzen.

 

Der Einstieg

feedly personalisieren und auf deine Bedürfnisse anpassen

Wie du überhaupt Zugriff auf feedly erhältst, hatte ich dir ja bereits gezeigt. Nämlich indem du dich mit einer gültigen E-Mail-Adresse anmeldest und dir ein Passwort vergibst. Also ganz easy!

Du hast jetzt die Oberfläche vor dir, auf dem Bildschirm. Allerdings zunächst noch völlig nackt. Keine Blogs sind gelistet. Keine Artikel drängen sich zum baldigen Lesen auf. Okay.

An dieser Stelle vielleicht noch der Hinweis, dass die Oberfläche von feedly vollständig in Englisch gehalten ist. Das tut der ganzen Sache aber keinen Abbruch. Denn eigentlich – wenn du nicht ständig etwas ändern oder verstellen willst – ist die feedly-eigene Oberfläche völlig bedeutungslos.

Nein, damit meine ich nicht, dass sie schlecht sei. Sondern ganz einfach, dass dir egal sein kann, was dort steht. Du willst ja deine Lieblingsblogs lesen, nicht die Feedly Oberfläche. Und die paar Einstellungen, die du am Anfang vielleicht durchführen willst, bekommst du ganz sicher auch auf Englisch hin! Also, nicht abschrecken lassen!

 

Die Oberfläche ist simpel und eingängig

Prinzipiell ist feedly so aufgebaut, dass du eine Art dreigeteilte Darstellung siehst. Am linken Bildschirmrand nämlich hast du das Menu. Dieses kannst du so einstellen, dass du es immer siehst (pinned) oder so, dass es sich selbständig auf und zu klappt (unpinned).

In der Mitte des Bildschirms etwa siehst du dann den eigentlichen Lesebereich. Hier wirst du also später mal deine Blogs verfolgen können. Dort wirst du dich also vermutlich zu 90 % der Zeit aufhalten.

Am rechten Bildschirmrand bekommst du dann in aller Regel eine Suchleiste sowie Vorschläge zu möglichen Blogs, die dich ebenfalls interessieren könnten, geboten.

 

In wenigen Schritten dem ersten Blog folgen

An erster Stelle steht die Suche

Ich weiß, du willst jetzt endlich dem ersten Blog folgen. Also, dann mal los. Dazu klickst du nun im linken Teil auf ‚Add content‘ oder auch ‚Personalize‘.

In der Bildmitte öffnet sich nun eine Suchleiste sowie eine kachelartige Darstellung. Die Suchleiste ist selbsterklärend. Wichtig hierbei ist, dass du insbesondere WordPress.Com-Blogs hier mit vollständiger URL suchen musst. Ansonsten findet Feedly diesen nicht. Andere Blogs kannst du in aller Regel aber einfach über den Begriff / Titel finden.

Die Kacheln im unteren Bereich geben dir auch die Möglichkeit nach den besten Blogs im Web zu suchen. Diese werden sogar direkt in Kategorien aufgeteilt. Oder du kannst nach häufigen gefolgten Blogs suchen. Auch hierfür wird dir eine Vorschlagsliste angezeigt.

Bei beiden Optionen solltest du bedenken, dass die deutschsprachigen Blogs global betrachtet eher in der Unterzahl sind. Das heißt für gewöhnlich werden dir hier eher englischsprachige Blogs vorgeschlagen. Das hängt wohl damit zusammen, dass Feed-Reader international genutzt werden. 😉

 

Am Beispiel #VANweh erklärt

Du willst also jetzt einen Blog suchen. Dazu gibst du im Suchfeld den Blogtitel oder die URL an. In diesem Fall gibst du, wenn du #VANweh folgen möchtest, also www.vanweh.de ein. Und schon erscheint mein Blog! Zunächst nur in einer Kurzübersicht. Es wird Blogtitel und Header angezeigt. Du erkennst wie viele Personen #VANweh in Feedly (!) folgen und wie viele Artikel dort pro Woche (im Durchschnitt) etwa veröffentlicht werden. Im unteren Bereich der Kachel wird dir direkt der aktuellste Blogpost, samt Bild, angezeigt. Mit einem Klick auf ‚+‘ kannst du dem Blog dann folgen. Oder du klickst zunächst auf den Blogtitel. Dann werden dir noch mehr Details und mehr Artikel angezeigt.

Das tolle ist, wenn du auf das ‚+‘ klickst, geschieht folgendes: von links wird dir wieder die Menustruktur eingeblendet. Du hast jetzt die Chance den Blog für deinen personalisierten Feed-Reader umzubenennen. Vielleicht eine Idee für dich um den Überblick zu wahren?! Daneben hast du aber auch, und das finde ich besonders wichtig, die Möglichkeit sogenannte ‚Collections‘ anzulegen. Im Deutschen würden wir wohl von Listen sprechen.

 

Wie du dir mit Listen noch mehr Überblick verschaffst

Die Listen helfen dir nun dabei mehrere Blogs zum Beispiel nach Kategorie zu bündeln. Nehmen wir an du liest gerne etwas zu den Themen ‚Camping‘, ‚Reisen‘ und ‚Fotografieren‘. Dann kannst du dir diese drei Listen anlegen und zu jeder Liste mehrere Blogs hinzufügen.

Soweit so gut. Jetzt hast du ein wenig Ordnung, hast drei Listen angelegt und folgst #VANweh. Du fügst meinen Blog deiner Liste ‚Camping‘ hinzu.

 

Nachdem die Struktur steht, geht’s ans Lesen

Lass dir die ungelesenen Artikel deiner liebsten Blogs anzeigen

Zunächst einmal werden dir nun pauschal einige meiner zuletzt veröffentlichten Beiträge als ‚ungelesen‘ angezeigt.  Das erkennst du daran, dass neben dem Listennamen ‚Camping‘ eine kleine Zahl auftaucht. Die Anzahl der noch ungelesenen Artikel. In dieser Liste!

Jetzt gibt es verschiedene Optionen, wie du dir die ungelesenen Artikel anzeigen lassen kannst. Mit einem Klick ganz oben links auf ‚Today‘ werden dir – oh Wunder! – alle Artikel angezeigt, die heute veröffentlicht wurden. Und die du noch nicht gelesen hast.

Mit einem Klick auf ‚All‘ werden alle ungelesenen Artikel aller deiner Listen angezeigt. Und indem du nun die Liste ‚Camping‘ anwählst, kannst du diese Auswahl noch mal auf die Blogs dieser Collection beschränken. Nun kannst du ganz übersichtlich deine Blogs lesen. Ganz nach Lust und Laune. Vielleicht willst du ja heute mal nur etwas zur Fotografie lesen?

 

Besuche vor dem ersten Lesen auf jeden Fall die Einstellungen

In den Einstellungen (unten links > ‚Preferences‘) kannst du übrigens Schriftgröße und Art der Darstellung, Farbe des Themes und vieles mehr einstellen. Auch über welche Tools und Helferlein du eventuell Posts direkt in deinen sozialen Netzwerken teilen möchtest.  Tipp: Schau dir die Einstellungen am Anfang unbedingt einmal an. Dadurch erfasst du schnell die Funktionstiefe und -umfang dieses Tools!

 

Verschaffe dir einen Überblick über den Lesebereich

Nehmen wir an du befindest dich nun in der Liste ‚Camping‘. Dort werden dir jetzt die letzten Posts von #VANweh angezeigt. Am oberen Bildschirmrand siehst du nun nochmals den Name der Liste sowie drei Symbole: einen Haken, einen Pfeil und ein Rad.

Mit dem Haken könntest du nun alle als ungelesen gelistete Beiträge sofort als gelesen markieren. Keine sorge: feedly fragt hier sicherheitshalber noch mal, ob du das wirklich möchtest.

Der Refresh-Pfeil ist wohl selbsterklärend.

Interessanter wird das Rad. Hier kannst du nun noch mal ein paar Einstellungen vornehmen. Also quasi eine Komfortfunktion. Ich habe hier immer die Darstellungsvariante ‚Magazine‘ gewählt. Gefällt mir am Besten und finde ich am Übersichtlichsten. Du siehst so das Beitragsbild, -titel und einen Vorschautext. Du kannst dir aber auch nur das Bild oder nur den Titel anzeigen lassen.

 

Pass‘ feedly deinen individuellen Wünschen und Vorstellungen an

Du merkst ja schon, es ist halt sehr stark individualisierbar. Das ist ein riesiger Vorteil! Vielleicht ganz kurz zu meinen Einstellungen: Darstellung als Magazine, nur ungelesene Artikel anzeigen lassen und die neuesten oben, die ältesten unten. Damit kämpfe ich mich seit nunmehr über zwei Jahren durch den Wuscht meiner Lieblingsblogs. 😉 Und es weiß definitiv zu gefallen!

 

Beginne danach das erste Lesen

Bei einem Blick auf die angezeigten, ungelesenen Beiträge erkennst du dann auch immer, auf welchem Blog der Beitrag erschien, wer der Autor ist und wie lange der Beitrag bereits veröffentlicht ist und in deinem Feedly schlummert.

Fährst du nun mit dem Mauszeiger über einen Beitrag, werden dir zusätzlich unten Rechts am Beitrag die Funktionen ‚hide‘ und ’save‘ angezeigt. Du kannst den Beitrag also direkt schon in den Pool deiner gespeicherten Blogposts befördern. Oder als uninteressant markieren und so quasi aus dem feedly-Gedächtnis streichen.

Wenn du nun entscheidest, dass dich der Blogpost interessiert, dann klickst du einfach auf diesen drauf. Achtung, wichtig: sobald du nun mit dem ‚x‘ oben links den Beitrag wieder schließt, wird dieser als gelesen markiert und somit aus deiner Liste gestrichen! Wenn du das nicht möchtest musst du oben auf die Funktion ‚keep unread‘ klicken.

Unterhalb des Beitragstitels findest du jetzt auch eine Share-Leiste. Dort kannst du direkt die in den ‚Preferences‘ voreingestellten Dienste ansteuern. Und so diesen Blogpost beispielsweise an Freunde mailen oder tweeten.

 

Wie und was du überhaupt in feedly lesen kannst

Natürlich nutzen wir Feedly aber vor allem zunächst für eines: zum Lesen! Und jetzt kommt es drauf an, wie der jeweilige Blogger die Einstellungen seines Feeds gewählt hat. So kann es sein, dass du auf dieser Oberfläche direkt den ganzen Beitrag samt Bildern lesen kannst. Oder nur eine gesonderte Vorschau siehst. Oder du kannst die ersten Zeilen des Beitrags lesen und musst dann mit einem Klick auf ‚Weiterlesen‘ auf den originären Blog springen. Das ist aber auch kein Problem und tut dem Komfort keinesfalls einen Abbruch!

 

Auch noch nach dem Lesen kannst du verschiedene Optionen wählen

Wenn du den Beitrag dann gelesen hast, kannst du diesen entweder einfach wieder schließen und somit als gelesen markieren. Er taucht dann nicht weiter in deinem Feedly auf. Oder du denkst vielleicht der Beitrag hält wichtige Infos für die Zukunft parat? Dann kannst du ihn mit dem Lesezeichensymbol (> oben links) als ’saved for later‘ markieren. Alle Beiträge, die du so markierst, wandern in einen Pool. Dieser wird chronologisch sortiert und kann über gleichnamige Funktion oben links im Hauptmenu von Feedly aufgerufen werden. Eine besonders nützliche Funktion! So verlierst du nie wieder wichtige Beiträge aus den Augen und hast diese immer dabei. Nicht so wie bei Lesezeichen, die nur in einem Browser gespeichert werden!

 

Collections halten einen weiteren Bonus parat

Übrigens bieten die ‚Collections‘ noch eine weitere, gute Funktion. Mit einem Klick auf den ‚>‘ Pfeil neben dem Listennamen, kannst du quasi per Drill-Down noch mal anzeigen lassen, welche Blogs sich hinter dieser Liste verbergen. So kannst du auch immer wieder dir die ungelesenen Beiträge eines ganz bestimmten Blogs anzeigen lassen! Einfach großartig.

 

Fazit – feedly ist super umfangreich, komfortabel und verfügt über eine große Funktionstiefe

Du hast nun also gesehen, dass Feedly über atemberaubend viele und umfangreiche Features verfügt. Sie alle im Detail aufzuzählen und auf sie einzugehen, würde sicherlich den Rahmen sprengen. Mich würde aber interessieren, welche der Features du für dich nutzt oder welche für dich ein Argument wären, nun doch endlich mal einen Feed-Reader wie feedly zu nutzen. Melde dich am besten gleich bei feedly oder einem ähnlichen Reader an!

Jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Lesen und sortieren deiner Lieblingsblogs. Bis denn, Mario

Mario

Mario lebt den klassischen und oft verachteten ‚9 to 5 job‘. Davon überzeugt, dass das Leben aber viel mehr Freiräume bieten kann, als in der Kantine zwischen Gulasch und Rouladen zu wählen, hat er sich 2015 einen Camper zugelegt. Allzeit abfahrbereit wartet dieser nur darauf nach stressigen Wochen neue Abenteuer zu erleben.

6 Gedanken zu „Quick-Guide: wie du feedly auf deine Bedürfnisse anpasst

  • 7. Juni 2016 um 18:40
    Permalink

    Danke – ich hab gar nicht gewusst das ich sowas brauche! Jetzt kann ich leider nicht weiterschreiben, muss einen Account einrichten und Vanweh hinzufügen (und prüfen wie mein Blog denn in Feedly aussieht)

    Antwort
    • 7. Juni 2016 um 21:45
      Permalink

      Hi Ralph, wundert mich, dass ausgerechnet du einen Feed-Reader nicht kennst. 😉 Dann mal viel Erfolg beim Einrichten und viele Grüße,
      Mario

      Antwort
  • 7. Juni 2016 um 23:01
    Permalink

    Jupp, Feedly rockt! Nach dem Ende des Google Readers habe ich zwar eine Weile gebraucht, in der Zwischenzeit ist es aber wohl meine meist genutzte App.
    Richtig: App.
    Was du gar nicht geschrieben hast, ist, dass es auch eine wunderbare App gibt.
    Ich lasse mir immer alle ungelesenen Beiträge anzeigen, gehe die dann schnell durch und speichere die, die mich interessieren. (So auch mit diesem Beitrag hier geschehen.)
    Entweder werden sie gelesen und ich „Unsave“ sie oder ich schicke sie zur Archivierung in mein Evernote.
    Viele Grüße ,
    Marc

    Antwort
    • 7. Juni 2016 um 23:10
      Permalink

      Hi Marc, hoffe dir geht’s gut, Linse und Kamera sind wohl auf! 😉 Da hast natürlich völlig recht: die App habe ich noch gar nicht näher erwähnt. Das behalte ich mir vor in Zukunft noch zu ändern. 😉
      Schöner Tipp übrigens mit dem Archivieren in Evernote! Das werde ich mir mal näher ansehen.
      Beste Grüße zurück,
      Mario

      Antwort
  • Pingback: Monatsrückblick 05/2016 - #VANweh

  • Pingback: Blogs folgen mit Bloglovin, feedly oder trusted blogs? Ein Vergleich. - LexasLeben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *