Camper-Frühjahrscheck: in 5 Tipps sauber und sicher

Für all Diejenigen, die ihr Wohnmobil oder ihren Camper den Winter über abgemeldet in der Garage stehen haben, geht’s jetzt auch schon bald wieder los. Für die Allermeisten wohl ziemlich genau übermorgen, am 1. April. Auch auf mich und meinen Bulli trifft das zu. Und ich kann dir sagen: ich freue mich wie Bolle! Ich hab’ so Bock drauf mich endlich wieder in die lässigen Pilotensitze hinter das Mega-Lenkrad zu knallen. Endlich wieder den Feinstaub zu schmecken. Auf das Gaspedal treten zu können und – nichts zu spüren! Man, hab’ ich Miesbock!

Geht’ s dir ähnlich? Dein Wohnmobil oder Camper steht vor der Tür? Hand in Hand mit der neuen Saison? Oder hast du einen Caravan? Dann braucht’s natürlich ein paar Sachen, die man beachten sollte. Und was du alles so an deinem Reisevehikel machen solltest, bevor es das erste Mal im Frühjahr auf den ‚Highway‘ geht, habe ich dir übersichtlich in fünf Tipps zusammengestellt! Viel Spaß, gutes Gelingen und denk dran: immer eine Hand breit Luft unter den Achsen! 😉

 

Tipp 1: Wir wecken das Reisemobil aus dem Winterschlaf

Na klar, bevor wir so richtig loslegen können, müssen wir unser Traumgefährt natürlich zunächst aus dem Winterschlaf aufwecken. Dabei befreien wir – falls nötig – unser Mobil erst von außen von Dreck, Spinnenweben und allem was sonst noch kreucht und fleucht. Als besorgte Eigentümer und voller #VANweh haben wir uns natürlich den ganzen Winter über immer mal wieder in seiner Nähe blicken lassen. Und so nach dem Rechten gesehen. Wir haben geschaut, dass alles passt, im Wohnmobil keine Mäuse oder in den kalten Tagen Betriebsmittel aus geplatzten Gefäßen gelaufen sind. Und ein Glück haben wir das getan: so erwartet uns jetzt keine böse Überraschung!

Also fangen wir mit dem ganz sachten und zarten Weckruf an. Nachdem die Spinnweben sanft bei Seite geschoben sind, stellen wir den ursprünglichen, fahrbereiten Zustand her. Wir schrauben also wieder den Deckel des Frischwassertanks und ggf. auch des Abwassertanks zu  und verschließen beide korrekt. Im Fahrzeuginneren verschließen wir wieder alle Schranktüren und Schubladen, so sie denn geöffnet waren. Auch die vor der feucht-kalten Wintersaison aufgestellten Luftentfeuchter sammeln wir wieder ein und entsorgen diese bzw. legen sie zum Trocknen auf die Heizung. Wir klemmen dann die Starterbatterie und/oder Aufbaubatterie wieder an. Falls sie zum Überwintern abgeklemmt wurden und im Keller standen.

Extra Tipp: Denke schon vor Anbruch der neuen Saison daran die Batterien zu laden! Am Besten hast du natürlich im Winter ein Akkumanagement betrieben. Dazu später mal in einem anderen Post mehr!

Zu guter letzt prüfen wir zumindest noch den Stand vom Kühlwasser des Motors. Das Reisemobil kann nun gestartet und der Caravan gezogen und so vor die Haustüre verbracht werden.

 

Tipp 2: Der Frühjahrsputz bringt frischen Glanz in die Bude

Die Außenreinigung

Am Besten putzt du dein Gefährt erst von Außen. Will heißen du gönnst ihm eine Dusche in der SB-Wäsche oder wie auch immer. Schön vom Staub und Dreck befreien. Je nach Aufbautyp solltest du dann überlegen, ob du dein Fahrzeug auch polierst, wachst oder ähnlich oberflächlich behandelst. Meinen T3 werde ich polieren und anschließend zwecks Versiegelung wachsen. Damit auch in der neuen Saison das frische Regenwasser schön dran abperlt! Verschiedene Oberflächen wollen etwas anders behandelt werden. Das Aufstelldach meines Bullis zum Beispiel besteht aus Gelcoat. Ein Material aus dem Yachtbau. Hierbei solltest du daran denken, dass du solche Oberflächen am Besten mit entsprechenden Spezialmitteln sauber und rein bekommst. Für das Aufstelldach nutze ich so einen speziellen Yacht-Reiniger. Das Ding vollbringt echt Wunder und hat im Herbst vergangenen Jahres dabei geholfen all das alte und gammlig-grüne Moos vom Dach zu lösen! Echt Klasse!

Die Innenreinigung

Drinnen dürfte eigentlich nicht allzu viel zu machen sein. Schließlich hast du mit deinen regelmäßigen Kontrollgängen im Winter dafür gesorgt! Hier heißt es jetzt also hauptsächlich feucht auswischen, Staub wedeln und wer will auch mal durchsaugen. Allerdings profitierst du jetzt von der guten Vorarbeit vergangenen Herbst! Hast du vor dem Jahreswechsel die Spuren der vergangenen Saison nicht ordentlich beseitigt, dann schrubbst du jetzt häufig doppelt. Der Dreck hatte schließlich genug Zeit sich nun ‚einzufressen‘. Egal, es bringt ja nichts: raus damit! Und schon ist dein Fahrzeug außen wie innen grundgereinigt! So schnell ging das.

 

Tipp 3: Jetzt wird’s auch noch rein

Nachdem das Fahrzeug rundherum von Staub und Spinnweben befreit ist, geht es nun ans Eingemachte. Bis zur ersten Tour will noch das ein oder andere gemacht werden. Hast du den Schmodder im Waschbecken gesehen? Und im Kühlschrank erst? Okay, also dann: Attacke!

Im Kühlschrank ist hygienisches Sperrgebiet

Es wird Zeit für die Reinigungsmittel! Für meinen Kühlschrank nehme ich – genau wie daheim – einen einfachen und günstigen ‚Kühlschrankreiniger‘. Das ist ein Spray, abgefüllt in einer Flasche kleiner als ein Glasreiniger. Meist ist die Flüssigkeit bläulich mit recht frischem Duft. Das Zeug wird einfach behutsam (braucht gar nicht so viel zu sein) in den Kühli reingesprüht. Und dann – nach Gebrauchsanweisung – meist einfach mit feuchtem Tuch auswischen. Und fertig ist der Lack! Geht super einfach, ist super effektiv – und riecht hervorragend!

Spühl’ mich, Baby!

Wir kommen also voran. Der Camper ist sauber, der Kühlschrank rein. Was jetzt noch fehlt? Na klar, die Frischwasseranlage. Schließlich haben wir die im letzten Spätjahr trocken gelegt und so auf die kalte Jahreszeit vorbereitet. Ein Glück, denn ansonsten wäre sicherlich Tank und/oder Schlauch geplatzt. Wir könnten also auf die Idee kommen, dass wir den Tank so einfach befüllen, wie wir ihn entwässert haben. Einfach rein mit dem kühlen Nass und gut ist’s. Doch Stopp! So einfach geht’s nun leider doch nicht!

Das Problem dabei ist nämlich, dass eine gewisse Restfeuchte immer im Frischwassertank verbleibt. Und mit ihr hervorragende Keimzellen für Algen, Bakterien und sonstigen Unfug, den wir auf keinen Fall in unserem ‚Frischwasser‘ schwimmen lassen wollen! Also müssen wir das Ganze System mit speziellen Mitteln reinigen. In der Regel wird dabei das jeweilige Mittel mit Wasser verdünnt in den Tank eingefüllt und der Tank dann aufgefüllt. Häufig muss dieses Gemisch dann über Nacht einwirken, damit es seine volle Wirkung entfalten kann. Der Dreck wird dann tags drauf aus den Leitungen gespült.

 

Tipp 4: Befrei‘ doch mal wieder die Polster von (Angst-)Schweiß und Flecken

Denk doch auch mal drüber nach, wann du das letzte Mal die Polster der (Klapp-)Sitzbank und der Fahrer- & Beifahrersitze gereinigt hast. Wenn das schon ein wenig länger her ist, dann könnte sich eine Reinigung mal wieder anbieten. Je nachdem wie schlimm es aussieht, würde ich es zunächst einmal selbst versuchen. Mit ganz gewöhnlichem Polsterreiniger aus der Sprühdose. Nimm dazu am Besten eine Bürste an die Hand und massiere das Zeug schön ein. Ich hatte eine Art Wurzelbürste benutzt und konnte so ein richtig gutes und sauberes Ergebnis erzielen. Versuch es doch einfach gleich selbst! Nur in ganz krassen Fällen würde ich hier den Profi ran lassen.

 

Tipp 5: Safety first – Achte auf die Verkehrssicherheit

Bevor die erste Tour dann ansteht, sollte alles noch mal auf Herz und Nieren getestet werden. Und damit meine ich nicht nur die Prüfung, ob der Tank gefüllt und die Batterie geladen ist. Nein, prüfe wirklich alles. Und vergesse nichts. Fange bei der Fahrzeugbeleuchtung an, gehe über zu den Scheibenwischern und dem Wischwasser. Prüfe weitere Boardelektronik und checke dein Bordwerkzeug auf Vollständigkeit. Prüfe den Luftdruck aller Reifen und vergiss dabei auch dein Ersatzrad nicht, so du denn eines hast. Achte zu guter Letzt darauf, dass du auch einen noch haltbaren, weil sterilen, Verbandkasten sowie Warndreieck und Verkehrswarnwesten an Bord hast. Das solltest du übrigens nicht aus gutem Willen mitführen, sondern weil es der TÜV so sehen mag.

Apropos TÜV. Denke auch daran den TÜV-Status deines Fahrzeugs zu prüfen: muss es mal wieder vorgefahren werden? Oder ist vielleicht die Gasprüfung für den eingebauten Gaskocher fällig? Checke auch das alles und mache dir am Besten gleich eine Erinnerung für die nächsten Fälligkeiten!

 

Fazit – Wir sind nun bereit für den Frühling!

Wenn du diese fünf Tipps allesamt befolgt hast, solltest du eigentlich relativ unbeschwert in einem sauberen Mobil auf die Pisten Europas rollen können. Du bist nun gut vorbereitet, dein Vehikel glänzt und duftet und die Verkehrssicherheit sollte gewährleistet sein.

Wenn du das alles schon gemacht hast, hast du nun vielleicht noch ein wenig Zeit bis zur ersten Ausfahrt. Was hältst du also davon noch ein wenig freie Kapazitäten und Energie in Umbau-, Erneuerung- und Verschönerungsarbeiten zu stecken? Ein paar Inspirationen für dich habe ich auch schon vorbereitet.

Aber vielleicht hast du darüber hinaus ja sogar noch eigene, ganz andere Ideen? Lass es mich wissen und poste es hier unten in die Kommentare! Ich würde mich freuen von spannenden Ideen und Projekten zu lesen! Bis denn, Mario

Mario

Mario lebt den klassischen und oft verachteten '9 to 5 job'. Davon überzeugt, dass das Leben aber viel mehr Freiräume bieten kann, als in der Kantine zwischen Gulasch und Rouladen zu wählen, hat er sich 2015 einen Camper zugelegt. Allzeit abfahrbereit wartet dieser nur darauf nach stressigen Wochen neue Abenteuer zu erleben.

9 Gedanken zu „Camper-Frühjahrscheck: in 5 Tipps sauber und sicher

  • 31. März 2016 um 12:29
    Permalink

    Freundlicherweise wird das Wetter ja voraussichtlich auch mitspielen, das kommende Wochenende zum gelungenen Saisonstart zu machen.
    Da Dröppel ja keinen Winterschlaf gehalten hat, haben wir natürlich nicht so viel Arbeit, aber ein gründlicher Frühjahrsputz steht trotzdem in den nächsten Tagen an. Am Wochenende geht’s nämlich das erste Mal in diesem Jahr so richtig los – wohin verrate ich erst im Laufe des Tages😉

    Hach, ich freu mich auch, dass es jetzt endlich, endlich wieder so richtig losgehen kann.
    Ich wünsche dir viel Spaß beim ersten Ausflug (und bei allen weiteren). Möge den Bulli dir die gute Pflege danken!

    Antwort
    • 31. März 2016 um 16:19
      Permalink

      Hallo Kaddi,
      besten Dank für deine guten Wünsche! Dann bin ich schon mal gespannt, wo es bei euch hin gehen wird. So oder so: viel Spaß und eine gute Ausfahrt! 😉
      Viele Grüße,
      Mario

      Antwort
  • 3. April 2016 um 9:22
    Permalink

    Wir haben die erste Tour schon hinter uns und der Camper wurde gleich nach der Rückkehr wieder startklar gemacht. So sind wir immer abfahrbereit, auch spontan und es müssten nur noch Lebensmittel und zusätzliche Kleidung eingeräumt werden. 🙂
    Als Umbauarbeiten würden wir gerne ein Fliegengitter (auch zum Schieben) innen an der Schiebetür installieren, aber die gängigen passen nicht, weil der ‚Küchenblock‘ direkt am Ausgang ist und der Spalt zu schmal ist. Aber wir haben noch nicht aufgegeben :-). Jetzt haben wir einen Fliegenvorhang, aber die Mücken finden da immer einen Weg hindurch.

    Antwort
    • 3. April 2016 um 10:32
      Permalink

      Hihi, das ist natürlich knifflig! Vielleicht lässt sich ja was basteln, was auf der Seite des Küchenblocks quasi ‚fest installiert‘ ist und in die andere Richtung – als entgegengesetzt zur Schiebtür – aufgeschoben wird. Dann könnte man das Teil eventuell etwas platzsparender an der Seitenwand des Küchenblocks befestigen… Mal als Überlegung.
      Aber so ähnlich wie ihr, möchte ich mein Ordnungssystem auch gestalten. Sodass man bei Lust und Laune spontan freitagsmittags nach getaner Arbeit aufbrechen kann. Und nur das persönliche Hab und Gut und die Wäsche einladen muss – und Abfahrt! Sehr cool! 🙂
      Viele Grüße,
      Mario

      Antwort
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