Über mich

 

Mario von #VANweh

Hi, ich bin Mario – schön, dass Du da bist!

Ich bin Mario und der Autor hier auf #VANweh. Also naja, mein richtiger Beruf ist natürlich ein anderer. Doch wurde mir 2015 schlagartig eines klar: nämlich, dass das Leben doch wohl noch viel mehr bieten müsste, als jeden Tag von 9 bis 5 am Schreibtisch zu sitzen. Enge und verkrustete Hierarchien zu ertragen, in denen das kreative Wesen keinen Platz findet. Vielleicht wäre die korrekte Bauchentscheidung gewesen alles zu schmeißen. Aber wozu hat man noch einen Kopf? 😉

Es war also klar, dass sich irgendwas ändern müsste. Da ich mich neben dem Job auch noch im Ehrenamt engagiere und auch hier viel Kraft und Zeit reinstecke, war die Lösung naheliegend: Work-Life-Balance. Jaja, du weißt schon, dieses neumodische Wort, das ständig in aller Munde liegt. Doch so platt es klingt, so aufregend war der Gedanke mir genau solch ein Gleichgewicht zu schaffen.

Interessanter Weise hatte ich das bis dahin noch gar nicht so recht erkannt. Wie viel Zeit so ein fester Job rauben kann. Dass man hin und wieder gar nicht merkt, wie die Wochen und Monate geradezu an einem vorbei fliegen. Richtig bewusst wurde mir das erst in unserem Italien Urlaub 2015. Als nämlich das Jahr für mich gefühlt gerade erst angefangen hatte, lagen wir auch schon auf der sonnigen Wiese am schönen Gardasee. Und was soll ich sagen? Es war Juli. Juli!

Das war also der erste gemeinsame Urlaub mit der Freundin. Ganz klassisch im Zelt. Kein Wunder, schließlich bin ich in meinen jungen Jahren schon sehr häufig kampierend durch die Lande gereist. Jugendherbergen gehörten bei meinen Reisen genauso dazu wie Hostels oder das Drei-Sterne-Hotel. Doch irgendwie hat’s mich immer wieder auf den Campingplatz gezogen. War das Hotel auf Kreta auch noch so schön, die Blockhütte in Norwegen auch noch so kuschelig – nirgends fühl‘ ich mich freier als beim Camping!

 

Der Camper in mir

Manchmal genügt es mir auf dem Platz in Ruhe ein gutes Buch aufschlagen, mich festlesen und es abends mit kleinen Augen, völlig ausgelaugt, wieder zuschlagen zu können. Anderntags würde ich dann gerne noch vor dem Frühstück joggen, um mittags noch schnell mit dem Mountainbike um den See radeln zu können. Und am darauffolgenden Tag zieht es mich dann zum ausgedehnten Shoppen in die City oder in ein spannendes Museum.

Ja, so bin ich: interessiere mich für Alles und Nichts. Immer mal mehr und mal weniger. Deswegen also liebe ich den Urlaub auf dem Campingplatz. Und das Camping ganz allgemein. Weil hier alles so herrlich unkompliziert ist, so wie ich selbst es (häufig und am Liebsten) bin. Weil mich niemand schief anguckt, wenn ich schon wieder nur in T-Shirt und Badeshorts am Frühstückstisch sitze. Weil man hier einfach mal nicht die Haare stylen muss und mit dem Nachbarn schon bei Anreise per Du ist. Das ist großartig!

Es gibt aber noch einen ganz wichtigen und entscheidenden Vorteil beim Camping: du musst nichts buchen, nichts reservieren. Du kannst also dann losfahren, wenn es die Zeit zulässt. Und dorthin, wo das Wetter gerade gut genug für dich ist. Nichts bietet mehr Flexibilität beim Reisen in Zeit und Raum, wie das Camping! Gerade für so festeingebundene 9zu5-Arbeitstiere also ideal!

 

Camping bedeutet für mich bewusster Verzicht

Da ist aber noch etwas, was mich an Camping fasziniert und was für mich zum Camping dazu gehört wie die Sachertorte zu Wien: Verzicht. Rückschritt. Entschleunigung. Ja, der ein oder andere wird jetzt zusammen gezuckt sein. Spätestens bei dem Wörtchen ‚Rückschritt‘. Damit meine ich nicht, dass man beim Camping wie in der Steinzeit leben muss. Sondern vielmehr geht es um eine Kombination aus Rückschritt und Verzicht.

Ich denke da direkt wieder an eine Situation unseres ersten Italien-Urlaubs. Ich sitze vor dem Zelt im Stuhl und sehe dem gerade erst angekommenen Nachbarn zu. In einer Hektik baut er schnell sein WoMo auf. Hauptakt: das Ausrichten der Satelliten-Schüssel. Am nächsten Morgen bot sich dann ähnliches Bild, jedoch wurde vorher noch schnell das Wohnmobil umgesetzt, weil ein Ästchen seinen Satellitenempfang verdeckt und ihm so das TV-Vergnügen am Vorabend genommen hat. Muss das sein? Ich meine nein! Ich bin froh mal meinen Kaffee altherkömmlich aus dem Filter zu genießen – umso eher kann ich nach dem Urlaub mal wieder den heimischen Vollautomaten schätzen.

 

Unser Erstlings-Camper – ein VW Bulli

Wir sind wieder beim oben erwähnten Italien-Urlaub. 2015. Nach fünf tollen Tagen am Gardasse mussten wir der Hauptsaison weichen. Wir hatten nämlich wieder einmal spontan gehandelt und waren ohne Vorreservierung, quasi über Nacht, gen Italien aufgebrochen. Zwar hatte ich vorher auf dem Campingplatz angerufen, um mir einen freien Platz bestätigen zu lassen. Doch konnten wir nicht verhindern, dass wir uns dort angekommen nach den Reservierungen würden richten müssen.

Mehr als diese fünf Tage im Zelt waren also nicht drin. Wir mussten weiter. Ein paar Urlaubstage waren noch übrig. Doch allzu oft wollten wir den Platz nicht wechseln. Warum? Ganz einfach. Wir waren mit Zelt, Sack und Pack unterwegs. Und haben gemerkt, dass das unseren Drang Neues kennen zu lernen und uns Stück für Stück um den See zu arbeiten doch ganz schön ausbremst! Ständiges Auf- und Abbauen, Zusammenräumen und wieder ankommen. Irgendwie nicht unser Ding.

Wir fuhren dann weiter, der Hauptsaison wegen aber zurück, Richtung Heimat. Machten dann noch mal Station für ein paar Tage in Innsbruck. Auch auf einem tollen Campingplatz. Als wir auf dem Weg dorthin über den Brenner fahren, kommt uns ein Campingvan nach dem anderen entgegen. Große, kleine, neue, alte. Einfach alle erdenklichen Marken. Auch Selbstausbauten. Unweigerlich geht unser Gespräch in diese Richtung. Wie mobil man doch mit so einem Van sei. Und um’s kurz zu machen: der endgültige Entschluss, dass wir genau so ein Gefährt brauchen, fällt dann in Innsbruck!

Der Zufall wird dir hier auf dem Blog noch so das ein oder andere Mal begegnen. Und doch ist es nichts anderes als purer Zufall, dass just dieser Innsbrucker Campingplatz einmal jährlich ein Bulli-Treffen beherbergt. Und diesem Umstand geschuldet ist wohl die Vitrine in der Rezeption zu erklären, die so manches Bulli-Schmuckstück aufbewahrt. Tolle Schätze von Modellautos sind dabei. Alte T2 und T3 mit Festdach, mit Aufstelldach und gewöhnliche Caravellen.

Die Idee vom Camper hat uns auch zuhause angekommen nicht mehr losgelassen. Und so war es nur ein logischer Schritt, dass wir im Herbst 2015 – leider zum Saisonende – unseren ersten Bus kauften. Zwar wieder eher zufällig und eigentlich nicht ganz wonach wir ursprünglich suchten. Aber wer den Markt sondiert wird feststellen, dass man bei den aufgerufenen Preisen zu Kompromissen bereit sein muss. So wurde es also kein T4 oder T5, sondern ein schnuckeliger alter T3.

 

Beim zweiten Mal ist man schlauer – es wird ein Kastenwagen

Leider hatte ich mich wohl ein bisschen mehr in ihn verliebt, als meine Freundin das tat. Aber auch ich musste dann bald einsehen, dass der Teure nicht zu uns und unserem Ziel passte. Dem Wochenend-Vanlife bei knapper Zeit. Zu viel Zeit brauchte der Bulli nämlich selbst für Pflege und Wartung. Und auch das Reisen mit ihm war, zumindest für die Freundin, mehr Work als Life.

Also gaben wir den Bulli zu treuen Händen wieder ab. Das war im Frühjahr 2017. Nach einigen tollen Kurztouren und längeren Reisen. Seitdem warten wir nun auf unser neues Vehikel. Vehikel trifft’s dabei ganz gut, weil wir den neuen Kastenwagen genau als das ansehen: als eine Art Werkzeug, das uns dabei helfen soll unser Verständnis von Work-Life-Balance umzusetzen. Mit dem wir immer aus dem Alltag fliehen können, wenn uns danach ist. Dort hin, wo das Wetter gut ist und die Menschen nett sind.

Jetzt, wo du also weißt mit wem du es hier zu tun hast, wünsche ich dir viel Spaß beim weiteren Stöbern auf #VANweh!

 

Dein Mario

11 Gedanken zu „Über mich

    • 31. Januar 2016 um 8:40
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      Hallo Jasmin, das freut mich riesig! Vielen Dank für die Nominierung! Ich versuche dem gerecht zu werden und deine Fragen möglichst bald zu beantworten. Bin ich aufgeregt! 🙂
      Beste Grüße,
      Mario

      Antwort
  • 25. Februar 2016 um 7:57
    Permalink

    Hallo Mario, du machst mit deinem Van genau das, was ich mit meinem kleinen Segelboot auch mache. Entschleunigen und genießen. Das ist in den Häfen nicht anders. Wenn nicht sogar schlimmer. Mein Haus, mein Auto, mein Boot! Ich bin froh deinen Blog gefunden zu haben. liebe Grüße Cornelia

    Antwort
  • 10. März 2016 um 20:08
    Permalink

    Hallo Mario! Du hattest mich ja vor einiger Zeit für den „Mein liebster Award“ nominiert. Das habe ich auch nicht vergessen. Ich habe nur hin und her überlegt, ob ich nun einen solchen Artikel bringe oder nicht. Ich glaube aber, dass es für mich nicht so ganz in meinen Blog passt. Lieber möchte ich deinen Blog einfach so auf meiner Seite verlinken, da ich immer wieder gerne in deinem Blog lese! Dir danke ich dennoch für das meinen Artikeln entgegengebrachte Interesse! Ich fühle mich nach wie vor geehrt!
    Beste Grüße,
    Patrick

    Antwort
    • 11. März 2016 um 12:44
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      Hallo Patrick,
      danke für deine offene und ehrliche Meinung & Rückmeldung. Das ist mir in der Tat wichtiger als irgendwelche Nominierungen einzuhalten! 😉
      Schönes Wochenende und viele Grüße,
      Mario

      Antwort
        • 11. März 2016 um 19:28
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          Na dann gutes Gelingen und klares Wetter! Auch dir ein schönes Wochenende, möglichst angenehmes Arbeiten und vielen Dank für’s Verlinken!
          Viele Grüße,
          Mario

          Antwort
  • 18. März 2016 um 9:59
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    hört sich alles total romantisch an, auch wenn „meine reise“ vermutlich nicht „deine reise“ ist 🙂 ich hätte zu gern ein foto von deinem bulli gesehen!

    Antwort
    • 18. März 2016 um 12:33
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      Bilder kommen demnächst, wenn die neue Saison anbricht! 😉 Bis dahin wird sich auch noch einiges am Bulli tun!
      Grüße,
      Mario

      Antwort
  • 31. März 2016 um 9:20
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    Hallo Mario,

    wieso haben wir deinen blog jetzt erst gefunden?
    ‚Wir‘ das sind mein 1988er Ford Transit ‚Bulli‘ (ja, ich weiss, der Name ist reserviert) und ich (neuerdings leider alleine, aber dafuer umso motivierter mit dem alten Baby unterwegs). Ich wohne derzeit in der Provence, die ich mit besagtem Transit erkunde. Ich kann mich sehr in deiner Beschreibung wieder finden – auch wenn meiner knapp juenger ist als ich selbst^^

    Leider ist Skandinavien furchtbar weit weg, aber ich kann an der einen oder anderen Stelle sicher etwas suedlichere Tips finden/beifuegen. Erstmal weiter stoebern hier!

    Gruss,
    Rebecca

    Antwort
    • 31. März 2016 um 10:46
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      Hallo liebe Rebecca,
      schön, dass du hier vorbei geschaut hast. Und danke auch für deine lieben Worte! Natürlich würde ich mich freuen du würdest deinen Erfahrungsschatz an der ein oder anderen Stelle mit uns hier teilen! 🙂 Check‘ doch einfach mal die Kommentarfunktion in dem ein oder anderen Beitrag aus. 😉
      Beste Grüße,
      Mario

      Antwort

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